
|
 |
 |
Grußwort des Ministerpräsidenten des Landes
Nordrhein-Westfalen
„Was uns beschäftigt“ – das diesjährige Motto der „Duisburger Akzente“ weckt vielfältige Assoziationen. Vor allem „Beschäftigung“ im Sinne von Erwerbsarbeit, die Sorge um den Erhalt von Arbeitsplätzen sowie der Umgang mit den zukünftigen Herausforderungen des Arbeitsmarktes sind ebenso wichtige wie aktuelle Themen, die uns alle bewegen.
Seit ihrer Gründung 1977 haben die „Akzente“ immer wieder unbequeme Fragen gestellt und mit Feingefühl künstlerisch oder gesellschaftlich relevante Themen erspürt. Diesmal sind es die Veränderungen in der Bergbau- und Montanindustrie am Festivalort Duisburg, die die Organisatorinnen und Organisatoren der „Akzente“ zu ihrem aktuellen Schwerpunkt inspiriert haben. Das Festival knüpft mit seiner 31. Auflage thematisch an den Strukturwandel an Rhein und Ruhr an, doch weist das Motto „Was uns beschäftigt“ weit über rein regionale Veränderungen hinaus und setzt sich mit generellen Fragen gesellschaftlichen Wandels auseinander.
Ich bin sicher, dass wir uns auf ein anregendes und anspruchsvolles künstlerisches Programm freuen können. Allen Besucherinnen und Besuchern der „Duisburger Akzente“ wünsche ich bei den Theateraufführungen, Ausstellungen, Lesungen und Vorträgen neue Ideen, überraschende Einsichten und natürlich viel Freude.
Ihr

Jürgen Rüttgers
Ministerpräsident des Landes
Nordrhein-Westfalen |
 |
 |
Grußwort des Oberbürgermeisters und des Kulturdezernenten der Stadt Duisburg
Duisburg hat mit dem Strukturwandel in den vergangenen drei Jahrzehnten tiefe Einschnitte in die Wirtschafts- und Arbeitswelt verarbeiten müssen. Da mag es überraschen, wenn wir ausgerechnet kurz vor der Schließung der letzten Zeche in unserer Stadt die Duisburger Akzente unter das Motto „Was uns beschäftigt“ stellen und uns um die Zukunft der Arbeit Gedanken machen. Zwar hat der Bergbau in Duisburg schon lange an Bedeutung verloren, doch die Schließung der Zeche Walsum im Juni 2008 markiert einen Einschnitt in das Selbstverständnis unserer Stadt. Immerhin haben wir rund 150 Jahre mit dem Bergbau und auch vom Bergbau gelebt. Besonders tief ist dieser Einschnitt natürlich für alle die, deren Existenz auch heute noch an der Kohle hängt. Das ist nicht nur eine Frage der Arbeitsplätze, bedroht ist auch der kollegiale und nachbarschaftliche Zusammenhalt der Bergleute.
Wir glauben, dass ein Blick ohne Scheuklappen in die verschiedenen Sparten von Kunst und Wissenschaft zeigt, wie tief und vielfältig die Veränderungen sind, die mit dem Wandel in der Arbeitswelt einhergehen. Ödön von Horváth etwa gibt uns in seinem Stück „Kasimir und Karoline“ eine Ahnung davon, wie Arbeitslosigkeit sich zur privaten Krise auswächst. Die Ausstellung „Digitale
Raumkunst“ in der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum zeigt dagegen, wie moderne Technologien aus der Arbeitswelt neue ästhetische Sichtweisen und eine neuen mediale Sprache ermöglichen.
Die 31. Duisburger Akzente werden nicht nur in die Vergangenheit und Zukunft der Arbeitswelt blicken, sie werden vielmehr mit den zahlreichen Assoziationen spielen, die der Begriff „Beschäftigung“ bei uns auslöst. Wir möchten Sie einladen: Lassen auch Sie sich von diesem Angebot anregen und erleben Sie mehr als zwei Wochen ein facettenreichen Kulturfestival in Duisburg.
 |
 |

Adolf Sauerland
Oberbürgermeister
der Stadt Duisburg |

Karl Janssen
Kulturdezernent
der Stadt Duisburg
|
|
 |
|
 |

|