LEBEN UND TOD

VIDEOINSTALLATION VON RUTH BAMBERG

LEBEN UND TOD
Foto: Leopold Museum Wien

Theater Duisburg

Wandelgang
AUSSTELLUNGEN / INSTALLATIONEN / MEDIENKUNST / BILDENDE KUNST
Opernplatz / Neckarstraße 1
47051 Duisburg
www.theater-duisburg.de
Eintritt: frei

Samstag, 03.03. bis Sonntag, 18.03.

Täglich ab ca. eine Stunde vor Beginn der Theatervorstellungen sowie Mo, 5.3., 10 – 13 Uhr, und Fr, 9.3. von 15 – 18

1910 vollendete Gustav Klimt sein Meisterwerk „Leben und Tod“. 1915 überarbeitete er es komplett. In der ersten Fassung sahen wir den Tod mit einem Heiligenschein um den Kopf dargestellt, in demütiger, gebeugter Haltung, die Lebenden dereinst zu sich nehmen. Dieser Tod war milde.
1915 metaphorsiert Klimt jenen Tod im Bild, hin zum heimtückischen, brutalen und gnadenlosen Gesellen. Was war geschehen? Der Erste Weltkrieg brach aus. Niemals vorher gab es einen Krieg wie diesen - eine Materialschlacht, ein Vernichtungskrieg, eine Kriegsmaschinerie, die wütete. Das Sterben war massenhaft, grausam und sinnlos.

Das 20 Jh. kannte viele solche Kriege: den Zweiten Weltkrieg, Pazifik-, Korea-, Vietnam-, Sechstagekrieg, Golf-, Jugoslawien-, Tschetschenienkrieg .... Die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt 2017: „Aller Voraussicht nach wird Krieg ein zentraler Bestandteil des politischen Wirkens auch im 21. Jahrhundert sein.“

Haben die Pazifisten von damals versagt? Nein, aber das Gesicht des Krieges hat sich wieder verändert. Er ist anonym geworden, nicht länger nationalstaatlich und nicht militärisch ausgerichtet sondern durch asymmetrische Konfliktszenarien bestimmt. Außerdem geht es um Schlachten, die ökonomischen Ursprungs sind, in der Arktis, dem Weltraum - und dem Cyberspace. 

Gemeinsam mit jungen Schauspielschülern des Michael Tschechow Studio Berlin und weiteren Archivbildern entsteht eine Bewegtbild-Komposition, die sich dieser Thematik annähert und von Klimts Meisterwerk inspiriert ist.

Zusätzlich zu den normalen Öffnungszeiten ist die Installation am Montag, 5.3. von 10 – 13 Uhr, und Freitag, 9.3. von 15 – 18 Uhr, zu sehen. Bei diesen Terminen ist auch die Künstlerin anwesend.

www.ruthbamberg.de