KONZERT FÜR BUCHENWALD. DAS GEDÄCHTNIS DER ORTE

REBECCA HORNS ORTSSPEZIFISCHE INSTALLATIONEN / VORTRAG VON DR. ALEXANDRA TACKE

Lehmbruck Museum


VORTRÄGE / DISKUSSIONEN / RUNDGÄNGE
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47051 Duisburg
www.lehmbruckmuseum.de
Eintritt: Teilnahme 2 Euro + Museumseintritt (9 Euro, ermäßigt 5 Euro)

Donnerstag, 08.03. 19:00 Uhr

Seit den 1980er Jahren verlässt Rebecca Horn immer häufiger die institutionalisierten Ausstellungsräume, um sich ‚anderen Räumen‘ zuzuwenden, die historisch, soziologisch oder politisch von Bedeutung sind. Anstatt die für die Präsentation von Kunst vorgesehenen Orte wie Museum und Galerie aufzusuchen, inszeniert sie ihre Installationen an Schauplätzen, die eine spezielle räumliche ‚Atmosphäre‘ (Gernot Böhme) aufweisen, wie beispielsweise alte Synagogen, Kirchen und Schulgebäude, heruntergekommene Ruinen, stillgelegte Straßenbahndepots oder psychiatrische Klinken. Diese „Orte außerhalb aller Orte“ (Foucault) sind Gegenplatzierungen, Zwischenbereiche, Randzonen, Abweichungen und unmittelbare Widerlager, die die Kultur spiegeln und dadurch etwas über das kulturelle Unbewusste aussagen. Jeder Ort hat seine eigene Geschichte und diese „auf sich einwirken zu lassen, das ist eigentlich, wo (…) die Arbeit“ für die heutigen Installationskünstler beginnt, wie Rebecca Horn selbst einmal ihren künstlerischen Ansatz in einem Interview beschrieben hat. Wie und welche Räume sie mit ihren Installationen bespielt, soll anhand einiger exemplarischer Projekte näher analysiert werden.