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35. Duisburger Akzente - 07.-23- März 2014 - Geld oder Leben

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Sören Link
Oberbürgermeister
der Stadt Duisburg

Thomas Krützberg

Thomas Krützberg
Kulturdezernent
der Stadt Duisburg

Seit über 35 Jahren haben sich die „Duisburger Akzente“ in der Festivallandschaft behauptet. Von Anfang an haben sie selbstbewusst über die Grenzen künstlerischer Sparten hinausgeblickt und Theater, Tanz, Literatur, Film, Wissenschaft und Crossover-Projekte unter ein jeweils aktuelles kultur- oder gesellschaftspolitisches Thema gebündelt.

Getragen werden die "Akzente" von zahlreichen städtischen und nichtstädtischen Kultur-Einrichtungen, u.a. vom Theater Duisburg, dem Lehmbruckmuseum, der Stadtbibliothek, dem Kultur- und Stadthistorischen Museum oder dem kommunalen Kino "filmforum".

Doch die "Duisburger Akzente" finden nicht nur auf den herkömmlichen Theater- und Konzertbühnen oder in den Museen statt. In den vergangenen Jahren haben sie auch Industriebrachen, Hafenbecken oder Stadtteile erobert. Ohne seine Tradition zu verleugnen, hat sich das Festival dadurch deutlich verjüngt.

35. Duisburger Akzente "Geld oder Leben" vom 07. bis zum 23. März 2014

Wenn im Kinderspiel gefragt wird "Geld oder Leben?" ist die Antwort ziemlich einfach. Das Leben ist das Wichtigste, Hab und Gut können wiederbeschafft werden. Das weiß jedes Kind. Doch im wirklichen Leben sind die Dinge komplizierter. Kann ein Leben ohne Geld – zumindest in der heutigen Gesellschaft – überhaupt funktionieren?

Bei der seit 2009 andauernden Eurokrise sind sich sowohl Politiker als auch Ökonomen schon bei der Analyse der Ursachen nicht einig und wirken bei der Entwicklung von Lösungen erst recht zerstritten oder hilflos. Es drohen weiterhin Staatsbankrotte und je mehr Geld beispielsweise nach Griechenland gepumpt wird, desto schlechter geht es vielen Griechen.
Auch die Kommunen in Deutschland sind überschuldet. Sie schließen Badeanstalten und kürzen Kultur-Etats, sparen bei der Jugendarbeit oder erhöhen Gebühren. Ein rettender Ausweg scheinen jedoch alle diese Maßnahmen nicht zu sein. Sparen sich die Kommunen am Ende zu Tode?
Für Künstlerinnen und Künstler stellt sich die Frage wieder ganz anders. Künstlerischer und finanzieller Erfolg sind schließlich zwei Paar Schuhe, oder? "Die Kunst dreht sich um das Leben, der Kunstmarkt dreht sich um Geld", formulierte Damien Hirst. Der provokante Brite sollte es wissen, gilt er doch als einer der reichsten Künstler überhaupt.

Es gibt also Anlässe genug, das Verhältnis von Geld und Werten wie Erfolg, Humanität oder Zufriedenheit zu diskutieren. Die 35. Duisburger Akzente wollen dies mit Ernsthaftigkeit und Witz, mit wissenschaftlicher Gründlichkeit und moralischem Engagement tun.