Der Historiker Thorsten Fischer geht in diesem Vortrag der Frage nach, wie sich Juden und Christen im Mittelalter begegneten. Die Beziehung der beiden Gruppen gestaltete sich sehr komplex und oft ambivalent und war durch religiöse Unterschiede geprägt. Es kam aber auch zu wirtschaftlichen und sozialen Interaktionen. Zudem besaßen jüdische Menschen einen anderen Rechtstatus und lebten in den Städten oft in eigenen Vierteln. In theologischen Schriften wurden sie als „Gottesmörder“ oder „Ritualmörder“ diffamiert und an vielen Kirchen gab es antisemitische Darstellungen. Die Begegnungen wurden oft durch religiöse Spannungen dominiert, die in Krisenzeiten nicht selten in Pogromen gipfelten.
Eine Veranstaltung des Heimatvereins Hamborn in Kooperation mit Cyrus Overbeck.
Den Gästen wird warme Kleidung empfohlen.