Der Abstieg Duisburgs von einer florierenden Pfalz-, Reichsund Hansestadt zu einer Ackerbürgerstadt gehört zu den Narrativen der Landesgeschichte. Daher sind die Auswirkungen der viel diskutierten Rheinverlagerung auf die Topografie und auf die wirtschaftliche Stellung der Stadt neu zu bewerten. Hierzu werden ausgewählte funktionale Räume (Hafenviertel / Markt; Pfalz) mit ihren Nachweisen zu Handwerk und Handel ebenso wie die im archäologischen Befund sehr gut fassbaren Bebauungs- und Parzellenstrukturen als soziale und produktive Einheiten analysiert.
Karina Schnakenberg studierte an den Universitäten Köln und Kiel und schloss im Fachbereich „Historische Archäologie“ mit dem Master ab. Sie arbeitet als Doktorandin beim DFG-Forschungsprojekt „Genese des westlichen Ruhrgebiets“, das im Herbst 2026 abgeschlossen sein wird.