Der Schriftsteller Walter Kaufmann (1924-2021) ist in Duisburg aufgewachsen. 1939 gelangte er mit einem Kindertransport nach England – und wurde gerettet. Insgesamt 144 postalische Nachrichten sandten ihm seine Eltern vom 19. Januar 1939 bis zum 24. Juni 1943. Johanna und Sally Kaufmann, seine Eltern, wurden in Auschwitz ermordet. Walter Kaufmann, von den Briten nach Australien deportiert, avancierte zum erfolgreichen Schriftsteller, dessen Bücher in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Er kehrte als inzwischen australischer Staatsbürger in den 1950ern nach Deutschland, Berlin-Ost, zurück und ließ, allen Widrigkeiten zum Trotz, die Verbindung zu seiner Heimatstadt Duisburg nie abreißen.
Vortrag: PD Dr. L. Joseph Heid Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Heimatverein Hamborn e. V.